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Erste Schritte mit Minecraft Education Edition

Erste Schritte mit Minecraft Education Edition

Fast alle Kinder sind begeistert von Minecraft, weil es einfach Spaß macht. So machen wir uns Leidenschaft und Motivation zunutze.

Im Junior Coding Club verwenden wir die für Schulen konzipierte Minecraft Education Edition. Diese unterscheidet sich von der normalen Consumer Version (Bedrock und Java Version). Wir nutzen dabei einen gemeinsamen virtuellen Arbeits- bzw. Klassenraum und der Lehrkraft stehen Klassenraum Management Tools zur Verfügung, um virtuell in der Minecraft-Welt eine Gruppe anleiten zu können.

Ein weiteres wesentliches Merkmal der Education Version ist die Schnittstelle zum MakeCode oder Python Code Builder. Damit können die Kinder in Minecraft selbst geschriebenen Code ausprobieren. MakeCode ähnelt den Codebausteinen von Scratch (https://scratch.mit.edu) sehr und es kommen die gleichen Programmier- Methoden und Prinzipien zum tragen.

Jeder Schüler erhält seinen persönlichen “virtuellen” Roboter in Minecraft und kann ihn von dort aus programmieren. Damit lassen sich Robotik Projekte sehr gut simulieren.

In einer gemeinsamen Minecraft-Welt (Multiplayer) wird durch die soziale Interaktion Teamfähigkeit, Collaboration und menschlichen Werte geschult.  Quasi wie auf dem Schulhof, nur eben virtuell.

Im Solospieler Modus gibt es diese vielen Berührungspunkte aber nicht. Dafür überwiegt hier das konzentrierte Arbeiten zur Vertiefung.

Installation

Lade Minecraft Education Edition herunter und installiere die Software indem Du die heruntergeladenen Datei ausführst. Es handelt sich bei der Datei um ein Installationspaket.

Den Download findest Du hier: https://education.minecraft.net/get-started/download

Auf dem iPad kannst Du die App “Minecraft Education Edition” kostenfrei über den App Store installieren. Die Installation geschieht automatisch. Wenn Du es nicht findest, verwende den Download-Link oben im Browser auf Deinem iPad.

Wenn Minecraft an einem Laptop genutzt wird, benötigt Ihr Kind eine zusätzliche Maus für die Bedienung.

Die Stärke von Minecraft Education Edition sind die pädagogischen Inhalte wie aufwendig erstellte Welten und Lektionen zu vielen Themen und Schulfächern. Damit diese Inhalte stets aktuell sind, benötigt die Software eine ständige Verbindung zum Internet. In den Netzwerken von Haushalten und Schulen müssen diese nötigen Verbindungen manchmal konfiguriert und freigeschaltet werden. Ob die Software die nötigen Verbindungen aufbauen kann, kannst beim ersten Start des Spiels überprüfen.

Führe einen Test-Login in Minecraft Education Edition Zugangsdaten (Coding Club Schulkonto) Deines Kindes durch. Nachdem Du erfolgreich denn Start-Screen von Minecraft erreicht hast, teste zunächst, ob Deine Internetverbindung im Heimnetzwerk funktioniert und Minecraft auf die Server zugreifen kann, um Inhalte zu laden und freizugeben: Klicken dazu auf “Play” => dann “View Library” => “Lessons” => “Computer Science” => “Hour of Code”.

Wenn der Inhalt geladen wird, bist Du startklar! Wenn Du eine Fehlermeldung erhältst, schreibe bitte eine E-Mail an support@codingclub.cc für Hilfe.

Bei Minecraft treten leider hin und wieder im Multiplayer Probleme mit der Verbindung auf. In dem Falls muss eine Port-Freigabe (TCP/UDP 19132) auf Deinem Home-Router vorgenommen werden. Falls Du das machen kannst, um so besser. Wir helfen aber auch gerne am Telefon diese Einstellung zuhause vorzunehmen.

Eltern die zum ersten Mal eine Minecraft-Welt betreten bemerken schnell: Es gibt keine Anleitung als Einstieg. In der Bibliothek des Programms (Spielen -> Bibliothek -> Beginner) finden sich allerdings ein paar hands-on Tutorials. Die Lernkurve kann je nach Erfahrung mit Computerspielen relativ hoch ein.

Wie funktioniert die Steuerung? Wie craftet man? Und was machen damit die Kinder eigentlich im Unterricht?

Education.minecraft.net helps you get started. There you will find ready-made worlds to download, teaching ideas, a support area and more. The official Twitter account is @PlayCraftLearn and most often the hashtag #MinecraftEdu is used. Here’s what you can do:

  1. Let learners show you the game. They know the controls, how to craft and the difference between survival and creative mode. Alternatively, you can play the tutorial world. You need to download it first and import it into Minecraft Education Edition.
  2. Play it yourself! Try to survive the first night in survival mode.
  3. Live with the fact that there will always be students who know the game better than you. We are all learners and sometimes students can be teachers.

The official website shows many teaching examples and if you search on Youtube, you will notice: there is no typical Minecraft lesson, the game is used in different subjects and classes. Of course, there are obvious topics, such as area calculations, cubes and cuboids in geometry. But Minecraft unfolds its potential in open tasks. The teacher structures and plans the lesson, sets goals and assignments. However, they should also live the Minecraft motto “No one can tell you what you can or cannot do” to some extent in the school. By engaging with the ideas of the learners. In this way, surprising Minecraft buildings can emerge.

So arbeiten wir mit Minecraft Education im Unterricht:

  • Wir starten mit einer Lektion und einem Bauwerk. Für Beginner ist es besser,  im Creative-Modus zu starten.
  • Wir überlegen uns ein Projekt. Daraus resultieren Aufträge, die wir besprechen, bevor die Lernenden das Spiel gestartet haben (während der Bauphase sind Unterbrechungen störend).
  • Hin und wieder legen wird ein Zeitlimit festgelegt. Dafür wird ein Timer im Schulzimmer aufgestellt, damit die Lernenden die Zeit im Blick haben. Für die Aufträge reichen in de Regel 20 Minuten, wenn alle die grundlegende Steuerung beherrschen.
  • Die Lernenden sind auch bereit, Rollen zu wechseln und Spezialisierungen anzunehmen, wenn die „Spielzeit“ gerecht verteilt ist. Auch dabei hilft ein Timer.
  • Nach der Bauphase werden Gruppe für Gruppe die Ergebnisse kurz vorgestellt.
  • Eine Dokumentation ist im Spiel mit den Gegenständen Kamera und Portfolio möglich. Damit lassen sich Bauwerke fotografieren und als Bild exportieren. Am Anfang kann man auch einfach mit dem Smartphone den Computerbildschirm abfotografieren oder einen Screenshot machen.

Einige Ideen für erste offene Aufträge (macht übrigens auch online von zuhause gemeinsam mit anderen Coding Club Mitspieler*innen Spass):

  • Wochenrückblick: Baue etwas, das zu einem positiven Schulerlebnis in der vergangenen Schulwoche passt.
  • Das bin ich: Im Creative-Modus bist du eine Art allmächtiger Herrscher über deine Minecraft-Welt. Wähle eine Welt mit einem Dorf und baue vor dem Dorf eine Statue, die dich repräsentiert.
  • Kindheitserinnerung: Baue eine Kindheitserinnerung. Das kann dein Haus, dein Zimmer, ein Gegenstand, ein besonderer Ort oder ein Erlebnis sein.
  • Den Mehrspieler-Modus kennenlernen: Wählt eine Welt mit einem Dorf. Baut einen Dorfeingang (Tor, Stadtmauer, Strasse…).
  • Sehenswürdigkeit (funktioniert auch im Mehrspieler-Modus): Baut eine Sehenswürdigkeit aus eurer Umgebung.
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Digitale Spiele – Tipps für Eltern

Im Coding Club setzen wir analoge und digitale Spiele, Methoden des spielerischen, projektbasierten Lernens und Motivation mittels Gamification ein. Gleichzeitig sind einige Kinder zuhause insbesondere über die Zeit des Lockdowns relativ eigenständig im Umgang mit digitalen Spiel- und Arbeitsgeräten geworden. Sie verfügen über eigene Geräte zu Hause und Diskussionen wie und wie lange die Geräte genutzt werden können, sind an der Tagesordnung.

Für viele Kinder ist es eine disziplinarische Herausforderung, die Freiheit und Möglichkeiten, die einem ein Computer mit Internet bietet, produktiv für ein begleitetes, aber zunehmend selbstständiges Lernen einzusetzen. Ein Computer in der Hand eines versierten Kindes hat einen hohen Anreiz, sich mit etwas anderem zu beschäftigen, als durch die Lehrkraft oder die Eltern vorgegeben. Einige Kinder sind dabei sehr kreativ und setzen damit freilich ein Exempel für die Mitschüler*innen, wenn ein Missbrauch unbeantwortet bleibt. Im Prinzip ist ein ablenkendes Computerspiel jederzeit nur ein Klick entfernt. Gleichzeitig werden für die Heranwachsenden der Freundeskreis immer wichtiger, und damit auch die Computerspiele, die in den Peer Groups gerade “In” sind. Wenn dann der Spieltrieb stark ausgeprägt ist, und die Motivation zum Arbeiten dagegen gering, kann es zu Konflikten kommen.

Wie begegnen wir diesem Streben und wie können wir dies für die Lernziele sinnvoll einsetzen? Welche Möglichkeiten gibt es für ein ausgewogenes Zusammenspiel von Regeln und (schöpferischen) Freiheiten? Wie können wir die individuellen Lerntypen besser berücksichtigen? Welche Vereinbarungen hinsichtlich der Mediennutzung, übergreifend vom Coding Club bis zur Bildschimzeit zuhause können wir treffen?

Für viele Kinder und Jugendliche waren digitale Spiele schon vor Corona ein fester Bestandteil ihrer Freizeit. Die Pandemie mit den damit einhergehenden Schulschließungen hat unter anderem dazu geführt, dass junge Menschen noch mehr Zeit mit dem täglichen Online-Spielen verbringen.

Derzeit gibt es eine fast unendliche Auswahl an digitalen Spielen verschiedener Genres auf dem Markt, die täglich wächst.
Neben den oft thematisch passenden Shootern gibt es auch Jump ‘n’ Run-Spiele, Sportspiele, Strategiespiele und vieles mehr. Als Elternteil kann man da leicht den Überblick verlieren. Aber welche Spiele sind für Kinder und Jugendliche geeignet und welche Risiken können in einigen von ihnen versteckt sein? Spielen Mädchen und Jungen eigentlich die gleichen Spiele und sind sie auch besorgt über die möglichen Rollenbilder, die in manchen Spielen vermittelt werden?

https://www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/JIM/JIMplus_2020/JIMplus_2020_Corona.pdf (retrieved 07.10.2021)

Viele Eltern finden es oft schwierig, die Faszination ihrer Kinder zu verstehen und wünschen sich Unterstützung. Wir zeigen dir, worauf du achten musst:

Tipps für den Familienalltag:

Zeige Interesse: Hat dein Kind eine ganze Burg in Minecraft gebaut oder ein Level in Rekordzeit geschafft? Sprich mit ihnen darüber, frag sie danach, freu dich oder ärgere dich mit ihnen. Es ist wichtig, dass du das Hobby ernst nimmst – so gewinnt dein Kind Vertrauen und wird stark und selbstbewusst.
Spiel mit: Auch wenn es anfangs schwerfällt, spätestens nach einer Runde Mario Kart oder dem ersten Hausbauprojekt in Minecraft wirst du wahrscheinlich etwas besser verstehen können, warum es manchmal nicht so einfach ist, sich an die Bildschirmzeit zu halten – und vielleicht hat es ja auch ein bisschen Spaß gemacht! Dein Kind wird sich daran erinnern – und von nun an öfter mit dir reden. Auch wenn es Probleme gibt.

Du kannst nicht Fahrrad fahren, ohne vorher über Verkehrsregeln zu sprechen? Wahrscheinlich nicht! Warum also ohne Regeln ins Internet gehen? Das Gleiche gilt für digitale Spiele: Welche Spiele? Für wie lange? Wer zahlt? Mit wem spielst du? Je mehr du im Vorfeld mit deinem Kind sprichst, desto besser ist es vorbereitet.

Was tun im Falle von Stalking und Belästigung?

Cybergrooming, also die Anbahnung von sexueller Gewalt gegen Minderjährige im Internet, macht auch vor digitalen Spielen nicht halt: Um in das Spiel einzutauchen, wird oft ein virtuelles Ich, ein sogenannter Avatar, erstellt. Persönliche Merkmale wie Alter, Geschlecht, Hautfarbe usw. bleiben dann hinter diesem Avatar zurück. Was auf der einen Seite zum Experimentieren mit der eigenen Persönlichkeit anregt, kann auch nach hinten losgehen, wenn sich deutlich ältere Spieler/innen als junge Menschen ausgeben und Kontakt aufnehmen wollen. Sei deshalb wachsam und sprich mit deinem Kind über die Risiken. Erkläre ihm, dass nicht alle Leute im Netz gute Absichten haben und ermutige es, zu dir zu kommen, wenn es Probleme hat. In einigen Spielen kannst du festlegen, mit wem dein Kind Kontakt aufnehmen darf und mit wem nicht. Weitere Informationen und Hilfe findest du hier:
https://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/cyber-grooming/standard-titel/

Hass im Netz

Viele Online-Spiele bieten die Möglichkeit, sich auszutauschen und zu chatten. Tools wie Discord, Teamspeak oder Skype werden oft genutzt, um Absprachen im Spiel zu treffen, sich gegenseitig anzufeuern oder über den stressigen Schulalltag zu plaudern. Der Umgangston ist nicht immer freundlich: Beleidigungen und Hasskommentare sind in manchen Gaming-Communities an der Tagesordnung. Weibliche Gamer sind oft besonders betroffen, aber auch Menschen, die ihre Religion, Herkunft oder sexuelle Identität preisgeben.Politische Aktivisten nutzen digitale Spiele auch, um sie für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Gefahren des Online-Spielens

Die Initiative SCHAU HIN! hat auf ihrer Website weitere Tipps für sicheres Online-Spielen zusammengestellt. https://www.schau-hin.info/grundlagen/onlinespiele-worauf-muss-ich-achten

Was sind die Merkmale von gender-gerechten Computerspielen?

Heldenfiguren in Computerspielen sind nicht nur weiblich oder männlich, sondern gehen oft Hand in Hand mit bestimmten klischeehaften Rollenbildern, die Mädchen oder Jungen zugewiesen werden. Solche Spiele können die Entwicklung von Kindern in Bezug auf Chancengleichheit einschränken. Geschlechtergerechte Spiele hingegen können Impulse für eine chancengleiche Entwicklung von Kindern geben. Lies hier mehr: https://www.gutes-aufwachsen-mit-medien.de/informieren/article.cfm/key.3340/aus.2

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